Just Twetch it! Wie Onchain-Plattformen die Sozialen Medien revolutionieren

Social Media – Das ist Fluch und Segen zugleich. Gerade in Zeiten der Ausgangsbeschränkung  ist der Wert der Vernetzungsplattformen nicht zu leugnen. Büros verwaisen, die Mitarbeiter bleiben im Homeoffice, und Facebook und Twitter werden die neue Teeküche. Hier teilt man Ideen, Hilfsangebote und Tips gegen den Corona-Lagerkoller. Ein digitales Wunderland, könnte man meinen.

von Florian Hauschild

Doch das war nicht immer so. Tief ins kollektive Bewusstsein hat sich auch der Begriff der „Asozialen Medien“ eingebrannt – und das hat seine Gründe. Streitigkeiten zwischen Einzelnen, Nutzer, die pöbeln, Shitstorms, digitale Treibjagden – die etablierten und zentralisierten Plattformen beschwören die einst allgegenwärtige Empörungskultur geradezu herauf. Manchmal scheint es, als verhinderten die sozialen Medien jede vernünftige Diskussion.

Aufmerksamkeit um jeden Preis scheint der Auslöser vieler digitaler Schlachten der vergangenen Jahre zu sein. Jack Dorsey und Mark Zuckerberg freut’s. Viele Auseinandersetzungen, die für die Nutzer eben auch eine emotionale Komponente haben und daher auch für Bindung sorgen, bedeuten eben auch eine hohe Verweildauer auf den Plattformen, steigende Werbeeinnahmen und vor allem: Einen stetig wachsenden Datenschatz inklusive Psychoprofile der Nutzer in Händen der Silicon-Valley-Riesen. Der Skandal um Cambridge Analytica im Jahr 2018 lässt erahnen was alles mit dem gesammelten, personengebundenen Datenmaterial geschieht. Kaum etwas davon dürfte sich mit den bestehenden Datenschutzgesetzen vereinbaren lassen. Und um dem Ganzen noch die Krone aufzusetzen verschenken die Nutzer der Plattformen ihre Inhalte, Bewegungsdaten und weitere Parameter ihrer Onlineaktivitäten sprichwörtlich.

Nun ja, die Angebote sind aber doch so praktisch.

Onchain-Plattformen als Lösung

Was wenn Bitcoin diese Probleme lösen kann? Bitcoin? Aber das ist doch dieses „digitale Gold“ und/oder „Spekulationsobjekt“, so die weit verbreitete Meinung. Doch Bitcoin ist weit mehr als ein durchaus umstrittenes Investment.

Bitcoin – in seiner ursprünglichen Vision als Bitcoin SV wiedergeboren – ist vor allem eine Infrastruktur: ein öffentlich zugängliches und nutzbares dezentrales Computernetzwerk, das sich für die unterschiedlichsten konkreten Anwendungen nutzen lässt. Eine der beliebtesten Anwendungen der Bitcoin SV-Blockchain ist das soziale Netzwerk Twetch, welches, vor einem Jahr gestartet, zunehmend dem Kurznachrichten-Dienst Twitter Konkurrenz macht.

Was das Layout und die Benutzung angeht, erinnert Twetch an den beliebten Kurznachrichtendienst Twitter. Sprich: Wer in der Lage ist, den Zwitscherdienst zu benutzen, findet sich auch sofort auf Twetch zurecht. Doch warum soll es überhaupt nötig sein, sich bei einer – bis dato nur unter Insidern bekannten und beliebten – aufstrebenden Social Media-Alternative anzumelden? Letztendlich aus Eigeninteresse der Nutzer.

Twetch ist letztlich kein klassisches Online-Angebot, sondern gehört der neuen Generation von Onchain-Dienstleistungen an. Jeder Twetch – das Pendant zu einem Tweet – wird  unlöschbar und unveränderbar in der Bitcoin SV-Blockchain gespeichert. Die Rechenkraft, die dafür benötigt wird, stellen letztendlich Miner und Nodes zur Verfügung, die der Endnutzer beim Twetchen direkt entlohnt. Ein faires Geschäft.

Geld ausgeben um eine Social Media-Plattform zu nutzen? Warum sollte man das tun?

Wie die meisten Anwendungen im Bitcoin SV-Universum operiert und funktioniert die Plattform Twetch mit sogenannten Mikrotransaktionen, also dem Austausch winziger Beträge.

Dies wurde erst durch die Abspaltung von Bitcoin SV von der BTC-Blockchain möglich. Bitcoin SV lässt – anders als die technisch abgehängte BTC-Chain – unlimitierte Blockgrößen und damit unlimitierte Transaktionen in Echtzeit zu. Die Flaschenhalsproblematik, wie sie bei BTC allgegenwärtig ist und sich in teils absurden Transaktionskosten und langer Übertragungsdauer ausdrückt  ist durch Bitcoin SV gelöst. Erst durch diese Möglichkeit unzähliger Kleinstzahlungen just in Time, bietet die Infrastruktur Angeboten wie Twetch die technische Grundlage.

Einen Twetch abzusenden kostet umgerechnet etwa 2 Cent. Jedoch: Für Likes, Branches (das Equivalent zu Retweets) und Antworten auf eigene Beiträge erhält man Geld. Für einen Like 4 Cent, jeder neue Follower bringt 8 Cent, ein Branch spielt 1 Cent ein. Das Ergebnis: Qualität setzt sich durch, denn wer für andere User interessanten, hilfreichen oder amüsanten Inhalt verbreitet, verdient im Twetch-Land sogar Geld. Spammer hingegen zahlen drauf und finden auf Dauer keine profitable Plattform für ihr Geschäftsmodell.

Umgang und Debattenkultur unterscheiden sich somit diametral von den gewohnten „kostenfreien“ zentralisierten Plattformen. Destruktiven Aufschaukelungsprozessen, Shitstorms und digitalen Schlachten wird sozusagen schon im Vorfeld das Wasser abgegraben, da eine große Zahl von Nutzern bereit sein müsste, Geld für diese Aktivitäten auszugeben, während bei Twitter oder Facebook ein Hasskommentar oder eine Beleidigung schnell getippt und abgesendet ist.

Joining Twetch – Der Weg führt über Moneybutton

Um einen Account auf Twetch anzulegen, ist es nötig, sich zuerst bei Moneybutton anzumelden. Das ist ein weiterer Service, der die Infrastruktur der Bitcoin SV-Blockchain nutzt und als Abrechnungsdienst der Micro-Payments dient. Die Registrierung auf beiden Diensten ist in wenigen Minuten erledigt. Dann braucht es natürlich noch BSV, die Währung, die man für die Bezahlung digitaler Dienstleistungen nutzt und die man erhält, wenn andere User den eigenen Content belohnen. Ein kleiner Betrag reicht hier aus, da die Kosten jeder Interaktion im niedrigen Centbereich liegen. Der Service BuyBSV bietet etwa die Versorgung mit der Währung und den Umtausch gegen Fiat-Money an. Die erstandenden BSV-Coins auf das eigene Moneybutton-Wallet transferiert kann es schon losgehen mit dem ersten Twetch.

Zugegeben, gleich drei Schritte die nötig sind bis dahin, das kann schon etwas abschreckend wirken, auf so manchen User, der sich ungern mit neuen Plattformen beschäftigt. Jedoch lässt sich Moneybutton auch für eine Vielzahl weiterer Anwendungen nutzen und kann problemlos in die eigene Webseite integriert werden, um Lesern die Möglichkeit zu geben eine monetäre Anerkennung für die eigene Arbeit zu hinterlassen. Selbst der Betrieb von Webshops ist mit Moneybutton möglich.

Möglicherweise ist die entschleunigte Zeit allgegenwärtiger Shutdowns genau der richtige Moment um diesen ersten Schritt ins Metanet zu wagen.

Unser besonderer Metanet Weekly-Service: Wer Twetch einmal ausprobieren möchte ohne BSV über seine Kreditkarte zu erstehen, kann dies übrigens auch mit diesem Link tun: Nach der Anmeldung steht ein kleiner Geldbetrag in BSV zur Verfügung, um sich an den ersten Twetches, Branches und Likes auszuprobieren.


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