Ja. BSV steht für Bitcoin Satoshi Vision. Und zwar zu Recht.

Satoshi hat genau gewusst, wie Bitcoin skalieren sollte. Allerdings haben die Entwickler ALLER Kryptowährungen beschlossen, es anders zu machen. Seitdem ist alles sehr kompliziert und ineffizient. Die einzige Ausnahme ist Bitcoin SV – die einzige Kryptowährung, die so skaliert, wie Satoshi es geplant hat.

Wenn wir sagen, dass Bitcoin SV als einzige Kryptowährung die Vision von Satoshi verkörpert, dann geht es dabei vor allem um die Frage, wie Bitcoin skaliert. Diese Frage ist sehr alt. Sie ist sogar älter als Bitcoin selbst.

Gehen wir ganz an den Anfang zurück: Zu dem Tag, an dem Satoshi das Bitcoin-Whitepaper in der Cryptography-Mailing-List vorgestellt hat. Das war der 31. Oktober 2008. Drei Tage geschah erst einmal gar nichts. Niemand schien es zu interessieren. Dann, endlich, erhielt er eine Antwort.

James A. Donald schrieb: “Wir brauchen ein solches System unbedingt, aber so wie ich deinen Vorschlag verstehe, skaliert es nicht zur notwendigen Größe … wenn hunderte von Millionen Menschen Transaktionen zeichnen, bedeutet das eine Menge an Bandbreite.”

Satoshi wartete offenbar gespannt auf Antworten auf sein Whitepaper, und hatte bereits mit dem Einwand von James gerechnet. Nur eine Stunde später erklärte er ihm, weshalb die Skalierbarkeit kein Problem ist:

“Lange bevor das Netzwerk auch nur annährend so groß wird, wird es für die User sicher sein, Simplified Payment Verification zu nutzen … Am Anfang werden die meisten User Netzwerk-Knoten betreiben, aber wenn das Netzwerk über eine bestimmte Schwelle wächst, wird dies mehr und mehr den Spezialisten mit Server-Farmen und spezialisierter Hardware überlassen.”

Es ist so eindeutig

Satoshi gibt hier eine sehr eindeutige Antwort auf eine spezifische Frage.

Betrachten wir zunächst das Problem: Bitcoin ist ein P2P-Netzwerk. Es besteht aus gleichwertigen Knoten. Jeder Knoten empfängt, verifiziert, speichert und sendet jede Transaktion. Es liegt nahe, zu fragen, wie das skalieren soll. Schließlich brauchen die Knoten desto mehr Ressourcen, je mehr das Netzwerk verwendet wird.

Satoshi hatte dafür eine klare Lösung: Die Knoten im Netzwerk sollen nicht von Usern bereitgestellt werden, sondern von Spezialisten. Die User selbst brauchen keinen Knoten, um Zahlungen zu prüfen, sondern können eine Abkürzung nehmen, die er “Simplified Payment Verification (SPV)” nannte.

Satoshi hat diese Vision wieder und wieder bekräftigt. Zum Beispiel als Dan Larimer, der als Entwickler von Steem und EOS berühmt wurde, im Juni 2010 behauptete, der Ressourcenverbrauch einer Bitcoin-Transaktion sei zu teuer für Mikrotransaktionen. Satoshi erklärte ihm:

“Das gegenwärtige System, in dem jeder User ein Netzwerk-Knoten ist, ist nicht die beabsichtigte Konfiguration … Das Design erlaubt es Nutzern, einfach nur Nutzer zu sein. Je größer die Last wird, einen Knoten zu betreiben, desto weniger Knoten wird es geben. Diese wenigen Knoten werden große Server-Farmen sein.”

Geht es noch deutlicher? Bitcoin-Knoten sollten eine Sache von Spezialisten mit großen Servern werden. 

Heute ist Bitcoin SV die einzige Kryptowährung, die diesen Plan verfolgt. Alle anderen Kryptowährungen haben ihn verworfen. Damit wurde die Skalierbarkeit von Blockchains erst zu dem riesenhaften Problem, als das es heute gilt. 

Nur zum Schein eine technische Frage

Die Community rund um Bitcoin kennt die Zitate von Satoshi natürlich, und sie weiß genau, wie Satoshi Bitcoin skalieren wollte. Allerdings dominiert heute die Meinung, der Erfinder von Bitcoin habe sein eigenes Werk schlicht nicht gut genug verstanden.

Deutlich wurde dies ab 2015. In diesem Jahr diskutierte die Bitcoin-Szene, wie man Bitcoin skaliert. Diese Diskussion beherrschte die sozialen Netzwerke um die Kryptowährung, wurde immer hitziger und schließlich so kontrovers, dass sie eine Spaltung aufriss, die bis heute durch die Szene geht.

Vordergründig war es eine rein technische Debatte: Ingenieure diskutierten Modelle, wie man die Blocksize erhöhen sollte. Ingenieure zeigten Probleme und Flaschenhälse auf, skizzierten alternative Skalierungslösungen, trafen sich bei einer Reihe von Scaling Bitcoin Konferenzen, und so weiter.

Tatsächlich aber ging es niemals um die Technologie. Die Frage, ob und wie Bitcoin skaliert, ist rein politisch.

Es geht allein um eines: Soll Bitcoin so werden, wie Satoshi es vorsah – ein Netzwerk der Spezialisten – oder soll es ein Netzwerk von hunderttausend Hobbynodes sein?

Profis und Laien

Wenn wir es so machen, wie es Satoshi wollte, gibt es kein Skalierungsproblem. Spezialisten können schon heute mühelos 1 Gigabyte an Daten je Sekunde runter- und hochladen, hashen, validieren, abspeichern und zwei Backups davon machen.

Ein Gigabyte sind etwa 4 Millionen Transaktionen. Wenn Bitcoin jemals so viele Transaktionen je Sekunde brauchen wird, wird es die Welt verändert haben, und es wird technisch trivial sein, noch viel mehr Daten zu transportieren. 

Wenn Full Nodes Spezialisten sind, gibt es keine physikalischen Flaschenhälse. Es wäre so einfach, wenn wir auf Satoshi hören würden.

Wenn man dagegen meint, man brauche Hobby-Nodes, also Knoten, die von jedem, der einen Computer hat, betrieben werden können, wird die Skalierung zum angsteinflössenden Problem, zu einem Spiel, in dem man auf Dauer nur verlieren kann.

Hobby-Nodes werden von Laien betrieben. Diese haben keine gute Ausbildung und keine Kompetenzen, sie investieren nur wenige Ressourcen in ihr Hobby, und sie widmen ihm nur wenig Zeit. Hobby-Nodes versäumen Updates. Sie machen Fehler und sind langsam. Sie laufen auf alten Laptops mit kleinen Festplatten und hängen am IT-Kabel des Haushalts, durch das auch Netflix reinkommt. Für Hobby-Nodes ist Skalierung IMMER ein Problem.

Der Krieg in den sozialen Medien

Heute, im Jahr 2020, sind Hobby-Nodes für Bitcoin (BTC) alternativlos. Sie sind das, was die meisten Leute als den Kern von Bitcoin betrachten. Das ist das Ergebnis eines langen Krieges in den sozialen Medien, der zwischen 2015 und 2017 tobte.

So gut wie alle Unternehmen im Bitcoin-Bereich wollten so skalieren, wie es Satoshi geplant hat. Die Miner, die Börsen, die Zahlungsdienstleister, die Wallets. Aber sie haben sich, eines nach dem anderen, einem Klüngel von Technokraten und deren Armee in den sozialen Medien unterworfen.

Wer es wagte, ab Mitte 2015 für Satoshis Vision einzutreten, hatte es schwer. Ihm wurde vorgeworfen, Bitcoin nicht zu verstehen oder ein Feind von Bitcoin zu sein. Blieb er dennoch bei seiner Meinung, wurde er von Horden von Trollen heimgesucht oder von den Moderatoren der Foren zensiert. Prominente Entwickler durften nicht länger auf Konferenzen sprechen, bekannte Journalisten nicht länger in reichweitenstarken Magazinen publizieren. Influencer wagten es nicht, kontroverse Meinungen abzugeben, aus Furcht, dass die Troll-Armeen ihren Ruf und damit ihr Einkommen zerstören. Selbst die größten Bitcoin-Unternehmen nickten still einen Kurs ab, von dem sie wussten, dass er geschäftsschädigend war, um ja nicht in den Aufmerksamkeit der digitalen Legionen zu geraten, die Unternehmen für einzelne unerwünschte Ansichten mit monatelangen Verleumdungs-Kampagnen abstraften.

Seit 2018 ist Bitcoin fest in der Hand einer Ideologie der Full-Nodes, die längst zu einem Dogma geworden ist. Würde Satoshi heute seine Vision skizzieren, würde er zum Feind von Bitcoin erklärt werden.

Die Religion der Hobby-Nodes

Hobby-Knoten verkörpern, so das Dogma, die Dezentralität. Und das war es doch, was Satoshi mit Bitcoin wollte, oder? Werden Hobby-Nodes nicht Satoshis Vision stärker gerecht, als es sich der Erfinder von Bitcoin jemals vorstellen konnte?

Unter den Freunden der Hobby-Knoten ist Dezentralität ein Mantra. Ein heiliger Begriff, der alles rechtfertigt, eine Parole, die niemals genau definiert wurde, und ein rotes Band. Wer die Dezentralität durch Hobby-Nodes leugnet, ist kein “echter Bitcoiner”.

Mittlerweile hat die Leidenschaft für Hobby-Nodes einen Markt für Fanartikel hervorgebracht. Es gibt den Hobby-Node aus der Box, ein überteuerter Klein-Computer, der wie bei Casa in hyggeliges Cypherpunk-Pathos verpackt ist, oder wie der Nodl zum Thermomix der Nodes wird, weil er auch noch einen Electrum-Server und mehr kann. Jeder, der sich so ein Gerät an den Router steckt, ist überzeugt, damit einen Tribut zur Dezentralität zu leisten und Bitcoin stark zu machen.

Für den Hobby-Node kann es gar nicht klein genug sein. Je minimaler die Hardware, die der Hobby-Node braucht, desto besser. Denn da Dezentralität niemals wirklich definiert wurde, ist das einzige, das man weiß, dass sie ständig in Gefahr ist. Daher kann man gar nicht genügend Hobby-Nodes haben. Ein Node in jedem Haushalt, oder gar in jedem Smartphone – das wäre das perfekt dezentrale Netzwerk.

Offchain-Skalierung

Es ist offensichtlich, dass ein Bitcoin der Hobby-Nodes nicht skaliert. Da jeder Knoten alles können muss, kann das gesamte Netzwerk nur das, was der schwächste Knoten kann. Das ist offensichtlich.

Also muss Bitcoin anders skalieren. Die kanonische Lösung ist das Lightning-Netzwerk. Das ist ein ungemein kompliziertes Konstrukt aus Payment-Channels, Multisig-Transaktionen, Hash-Contracts und Timelocks, das Bitcoin vollends aus dem Raum des Erklärbaren hinausschießt. Durch Lightning kann man Zahlungen “offchain” versenden, also so, dass sie niemals auf der Blockchain einschlagen.

Viele Ingenieure lieben Lightning. Hat man einmal das Dogma der Hobby-Nodes akzeptiert, gibt es keine Alternative dazu. Allerdings verkompliziert Lightning so gut wie alles. Die Nutzererfahrung ist selbst bei geringen Beträgen mäßig bis katastrophal. Eine Massen-Marktreife ist wie seit Jahren 18 Monate entfernt, und mittlerweile bezweifeln selbst Lightning-Entwickler, dass das System wirklich gut funktionieren kann.

Aber was soll man anders machen? Bitcoin muss ja dezentral bleiben, und das bedeutet, es in keinem Fall so zu machen, wie Satoshi wollte. 

Ein schreiend ineffizientes Netzwerk

Das Netzwerk, das die BTC-Szene anstrebt, ist extrem ineffizient. Es wächst nicht in die Höhe, sondern in die Breite. Anstatt dass die Knoten mehr leisten, gibt es mehr Knoten, die weniger leisten. Das Ziel ist es nicht, die Leistung der Knoten zu steigern, sondern deren Anzahl zu erhöhen. 

Ein solches Netzwerk skaliert quadratisch. Sein Verbrauch an Ressourcen – Rechenleistung, Bandbreite, Festplattenspeicher – wächst mit dem Datenvolumen UND der Anzahl an Knoten. Wenn das BTC-Netzwerk mit 100.000 Full Nodes einen 1 Megabyte-Block überträgt, braucht es dafür mindestens 100 Gigabyte an Bandbreite. Wenn es nur 100 Nodes hat, würde es mit denselben Ressourcen einen 1-Gigabyte-Block verarbeiten.

Aber das ist noch nicht einmal der Grund, weshalb der Bitcoin der Hobby-Knoten so schreiend ineffizient ist. Um das zu verstehen, muss man auf die Miner schauen. Diese bauen Asic-Famen im Wert von Milliarden von Euro auf, riesige Lagerhallen voller Chips, die im Jahr Terawattstunden an Strom verbrauchen, um Hashes mit  bestimmten Eigenschaften zu finden.

Das ist allerdings nicht die echte Arbeit der Miner. Dies haben sogar die Bundesbanker Carl Ludwig Thiele und Martin Diehl verstanden. Sie stellen fest, dass Bitcoin “die Verteilung der Seigniorage (Gewinn aus der Geldschöpfung) an die operativen Kosten beim Betrieb des Systems” koppelt, und loben das als eine “pragmatische Lösung.”

Die Miner übernehmen die Aufgabe eines Zahlungsdienstleisters – sie bestätigen Transaktionen – und werden dafür zunächst durch die Prägung neuer Geldeinheiten belohnt, bis ihre Finanzierung nach und nach auf die Transaktionsgebühren übergeht. Diese Verschmelzung von zwei Bereichen im Mining ist einer der genialsten Teile von Bitcoin. 

Im Bitcoin der Hobby-Nodes dürfen die Miner für ihre eigentliche Aufgabe aber nur einen winzigen Server benutzen, vielleicht einen Laptop, den sie vor eine gigantische Farm von Asics stellen. Schließlich müssen die 100.000 Hobby-Knoten in der Lage sind, dieselbe Arbeit zu replizieren. 

Sämtliche Investitionen der Miner fließen daher in die Asics, die eine Hash suchen, anstatt in die Infrastruktur, um Zahlungen zu verarbeiten. Es ist eine gewaltige Vergeudung von Ressourcen.

Nur Bitcoin Satoshi Vision setzt Satoshis Vision um

Es wäre alles so einfach, wenn man es machen würde, wie es Satoshi beschrieben hat. Man müsste sich nicht um Hobby-Nodes sorgen. Man müsste nicht darauf warten, dass Lightning in 18 Monaten marktreif ist. Man müsste nicht das denkbar ineffizienteste Netzwerk benutzen.

Man müsste lediglich zulassen, dass die Nodes Spezialisten werden. Satoshis Vision ist von einer eleganten Schlichtheit, und sie war von Anfang an sehr klar formuliert.

Erstaunlicherweise gibt es so gut wie Kryptowährung, die ihr folgt. Selbst Bitcoin Cash, das doch gerade gegründet wurde, um die Fessel der Hobby-Nodes zu lösen, begrenzt die Leistung der Knoten aus Sorge um diese. Auch bei Ethereum dominiert diese Sorge die Diskussion der Skalierbarkeit, die daher immer komplexer und konfuser wird.

Blockchains wie Ripple, bei denen es überhaupt keine Miner mehr gibt, geben zwar vor, auf industrielle Knoten zu setzen, machen aber genau das Gegenteil: Sie entfernen die Anreize für Profis aus dem System und erwarten, dass die Hobbyisten ohne Bezahlung dasselbe leisten.

Es wäre alles so einfach. Man müsste nur tun, was Satoshi vorgehabt hat. Eine Kryptowährung mit Proof-of-Work-Minern und Knoten, die von Spezialisten betrieben werden. Genau das macht Bitcoin SV: Die einzige Kryptowährung, die konsequent die Vision umsetzt, die Satoshi für Bitcoin hatte.

2 Kommentare

Kommentieren

Schreibe einen Kommentar