Rückblick: “Hello Metanet!”-Workshop #3 – ein voller Erfolg!

Ende Februar fand der dritte Workshop der Reihe “Hello Metanet!” statt.

“Hello Metanet!” richtet sich an BitcoinSV-Enthusiasten und  Interessierte mit dem Ziel, gemeinsam zu lernen, zu diskutieren und als angenehmen Nebeneffekt zusammen Spass zu haben. Dafür ist es wichtig, nicht nur technisch kompetente Teilnehmer zu haben, sondern Personen mit einer grossen Bandbreite von Kenntnissen und Erfahrungen zusammenzubringen.

Nachdem schon die ersten beiden Workshops sehr guten Anklang bei den Teilnehmern gefunden hatten, erhielt auch dieser Workshop sehr gutes Feedback. Ein Teilnehmer fand sogar, der Workshop sei “besser als CambrianSV”, was uns natürlich die Brust vor Stolz anschwellen ließ.

“Hello Metanet!” startete zwar als überwiegend deutsche Veranstaltung, wurde aber schon seit dem zweiten Workshop international. Auch beim dritten Workshop waren Teilnehmer aus aller Herren Länder dabei: Belgien, USA, Zypern, Australien und sogar Japan war vertreten. Das brachte eine interessante Ansammlung von Profilen nach Berlin: Neben

alles Bekannte in der Bitcoin SV-Welt,  waren Teilnehmer aus dem Medienumfeld, Unternehmer, Berater, Projektmanager und natürlich auch viele Anwendungsentwickler dabei.

 

Wie stets war das Miteinander und Kennenlernen wichtig. Daher haben sich zu Beginn des Workshops die Teilnehmer kurz vorgestellt und erklärt, an welchen Themen sie interessiert sind zu arbeiten.

Danach ging es gleich ins Eingemachte: Brendan erläuterte die Funktionsweise von Bitcoin Script, David stellte Kronoverse, die gaming Plattform vor und Adrian Jäger vermittelte die Grundzüge seiner Entwicklungsplattform “Hypergalaxy”, die die Softwareentwicklung für runonbitcoin deutlich vereinfacht.

Die Vorträge waren tief, aber extrem informativ, und wer gut aufgepasst hat, dürfte das eine oder andere “Heureka”-Erlebnis gehabt haben, etwa bei Brendan Lees Vorstellung neuer Bitcoin-Skripte. Unglaublich, wie sehr dieser zentrale Aspekt von Bitcoin die ganzen Jahre über vernachlässigt wurde. Auch heute berühren wir hier bestenfalls die Spitze des Eisbergs.

Nach dieser Aufwärmphase ging es dann über zum gewollt ungeplanten Teil des Workshops: Die Teilnehmer fanden sich in Gruppen zusammen um gemeinsam an Themen zu arbeiten. Diese Gruppierungen bildeten sich spontan, wechselten auch immer wieder, jeder half jedem dabei, Probleme zu überwinden oder Fragen zu klären. So gab es viele Diskussionen in verschiedensten Formationen, was chaotisch aussieht, sich aber mal wieder als sehr effektiv und nutzbringend erwiesen hat.

Ganz ähnlich lief es an den folgenden Tagen: Morgens ein gemeinsames Frühstück im B2029 – wir sehen hier, wie Brendan die Frühstücks-Challenge, ein Brötchen mit “Hackepeter” (Rohes Mett), mit Begeisterung meistert – dann ein kurzer Vortrag um die Hirnwindungen in Wallung zu bringen,

und dann ab in den free-flowing Lern- und Arbeitsmodus.

Ein gemeinsames Mittagessen gefolgt von, einem kurzen Vortrag gegen das Suppenkoma (hat nicht bei allen geklappt …),

und weiter im free flow.

Dabei kam natürlich der Spass nicht zu kurz: abends wurde Musik angemacht, und das eine oder andere Bier oder Glas Wein getrunken, alles immer verbunden mit interessanten Diskussionen um Gott und die Welt. Am zweiten Abend sind wir danach noch gemeinsam Essen gegangen, und einige haben das Nachtleben Berlins erkundet.

Am Ende des Workshops präsentierten die verschiedenen Gruppen ihre Ergebnisse, und die können sich sehen lassen:

  • In der ersten Präsentation wurde erläutert, wie man mit einem Computer bewaffnet die 21e8-PoW Rätsel löst, die in Transaktionen enthalten sind. Dieses Thema ist zur Zeit der große Hype in der Bitcoin SV Welt: zugrunde liegt die Idee, Inhalte nach Proof of Work zu sortieren und so einen alternativen Weg zu schaffen, um interessante und valide Inhalte im Internet zu finden (Google, here we come!)
  • Danach präsentierte Stefan Landrock, seines Zeichens co-founder von B2029, ein Businessmodell zur Verwertung von digitaler Kunst ,das auch darauf beruht, Kunstwerken mit einem UTXO einen festen Minimalwert zu geben.
  • Christoph Bergmann (Autor des bekanntesten deutschen Bitcoin Blogs  bitcoinblog.de, aber auch co-founder von B2029) erklärte, wie es Ken Sato und ihm gelungen ist, das MedioPay-Plugin für WordPress  mit Ken Satos Stablecoins auf dem Testnet zu benutzen. MedioPay ist ein WordPress-Plugin für PayWalls, die man mit Bitcoin SV bezahlen kann.
  • Die letzte Ergebnispräsentation war von David Case (Kronoverse): Er demonstrierte ein Brettspiel (3 gewinnt), bei dem die Spielelogik mit runonbitcoin programmiert wurde, die Spielteilnehmer die Züge aber über _unwriter’sOverpool” kommunizieren. Wir haben hier die vielleicht erste praktische offchain-Anwendung für Bitcoin SV.

Es wurde deutlich, dass die Themen, die im “Hello Metanet!” Workshop bearbeitet werden, über die Zeit sowohl an Komplexität als auch an Bandbreite zugenommen haben: Waren wir im ersten Workshop noch mehrheitlich damit beschäftigt, die Untiefen von _unwriter’s Werkzeugkasten zu ergründen, wurden diesmal Businessmodelle erörtert und viele verschiedene Technologien und Tools erkundet. Vieles, was wir uns am Anfang noch mühsam aneignen mussten, gehört nun längst zum Standardwerkzeug.

Ein rundherum gelungenes Wochenende also, und die Teilnehmer fuhren dann mit diesem Glücksgefühl und einem kleinen Abschiedsgeschenk, einem physikalischen Bitcoin,  nach Hause.

Der nächste “Hello Metanet!” – Workshop ist (so Corona es will) für Ende Mai/Anfang Juni geplant.

Vielen Dank an die Bitcoin Association für die freundliche Unterstützung dieses Workshops!

 

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