2paymail: Zahlungen an Social Media Accounts

Eine der faszinierendsten Aspekte von Bitcoin SV ist, dass viele unabhängig voneinander entwickelte Bausteine auf eine erst überraschende, dann offensichtliche Weise zusammenkommen, dass das Ganze zu mehr wird als die Summe seiner Teile.

2paymail ist ein brillantes Beispiel dafür. Es verbindet PayMail, die Crypto Operations von MoneyButton und Planaria zu etwas Neuem, das nicht ohne diese beiden ausschließlich für Bitcoin SV verfügbaren Innovationen möglich gewesen wäre: Man kann es erlauben, dass man unabhängig von einem zentralen Service Zahlungen mit seinen Social-Media-Handles annimmt.

Das Ganze läuft so ab: Man geht auf 2paymail.com und loggt sich dort mit einem MoneyButton ein. Dabei wird keine Zahlung ausgeführt, sondern lediglich eine “Krypto-Operation”, die eine Nachricht mit einem der Paymail-Adresse zugeordneten Schlüssel signiert. Die Webseite weiß nun, dass der User bewiesenermaßen der Besitzer einer bestimmten Paymail-Adresse ist.

Anschließend loggt sich der der User mit seinem Social Media Account – derzeit nur Twitter – ein und sendet anschließend einen Tweet, in dem die Paymail-Adresse steht. Sobald der Tweet gesendet ist, schreibt der User mittels MoneyButton eine Transaktion, die bestimmte Daten enthält, darunter die Paymail-Adresse, eine Signatur sowie den Link zum Tweet, der die Zugehörigkeit beweist.

Bisher ist es zwar extrem einfach, einen Account zu registrieren – das braucht nur ein paar Klicks – aber in der weiteren Benutzung extrem umständlich. Der Plan ist es, dadurch beispielsweise Geld an Twitter-Accounts zu überweisen, wenn man einen Tweet besonders mag. Aber um das zu tun, muss man das Userprofil auf der 2paymail-Seite aufrufen. Es wäre sehr viel weniger umständlich, einfach die Paymail-Adresse zu posten.

Wir wissen aber aus sicherer Quelle, dass es in Bälde ein Browser-Plugin geben wird, mit dem per Knopfdruck Tips an Twitter abgeben kann – bzw. durch einen MoneyButton, direkt auf dem Bildschirm. Um zu verstehen, wie groß das Potential von 2paymail ist, muss man die Phantasie ein wenig springen lassen. Stellt euch vor, man hat nicht nur Accounts auf twitter mit Paymail verbunden, sondern auch Facebook, LinkedIn, Amazon, Youtube, Github, Instagram und so weiter, vielleicht sogar seine eigene Webseite oder den Account in einem x-beliebigen Forum.

Macht euch dann bewusst, dass die Daten in der Blockchain stehen, und nicht bloß auf dem Server von 2paymail.com, und dass sie mehrfach verifiziert und validiert sind und diese Validierung auch jederzeit wiederholt werden kann. Jede Wallet und jede Webseite kann damit, ohne dass es einen zentralen Service gibt, BSV an jeden registrierten Social-Media-Account senden.

Kaum etwas verdeutlicht besser, wie viel Macht in der Idee liegt, Blockchain-Daten mit Blockchain-Zahlungen zu verbinden.