2019/2: Wettbewerb der Miner, massive Verbesserungen der Skalierbarkeit und ein steigendes Transaktionsvolumen

Herzlich willkommen auf MetaNet Weekly, dem deutschsprachigen Newsletter zum Metanet und zu Bitcoin SV (BSV). Hier erfahren Sie einmal in der Woche die heißesten Neuigkeiten über den einzigen Bitcoin, der weit genug skaliert, um die eine Blockchain für alles zu werden.

Auch in unserer zweiten Ausgabe haben wir viele brandheiße Neuigkeiten.

Metanet Weekly 2019/2 
Überblick

  1. Wettbewerb im Mining: Weather SV schickt Transaktionen direkt an den MiningPool Mempool und bekommt dafür Rabatt
  2. Mining-Pools ViaBTC und Signum minen BSV
  3. Massives Skalierungs-Upgrade: nChain-Entwickler veröffentlichen BitcoinSV-Node-Software 0.2.2
  4. Bitcoin SV (BSV) erreicht mehr Transaktionen als Bitcoin Core (BTC)
  5. Preis von BSV steigt – auch im Verhältnis zu BTC
  6. Ecat.Media: Ein Protokoll für verschlüsselte Blockchain-Daten
  7. Unwriter veröffentlicht Authentifizierungs-Protokoll SU
  8. UptimeSV geht in Beta-Phase
  9. Bitcoin-Veteran Brock Pierce: Bitcoin SV wird bleiben – auch wenn es vielen Leuten nicht gefällt.
  10. Termine: 2x Metanet Meetups in Berlin

 

Wettbewerb im Mining: Weather SV schickt Transaktionen direkt an den MiningPool Mempool und bekommt dafür Rabatt

Weather SV nutzt die BSV-Blockchain, um Wetter- und Klimadaten unveränderlich auf der Blockchain abzuspeichern. Der Service generiert am Tag knapp 100.000 Transaktionen – und ist damit einer der größten Verbraucher von Blockchain-Speicher.

Mit einem Update zur Roadmap auf Medium.com läutet Weather SV nun einen Wettbewerb der Miner ein: “Während sich die Landschaft der Transaktionen entwickelt, haben Miner das Potenzial, neue Geschäftsmodelle zu entwickeln.” Weather SV hat mit dem chinesischen Mining-Pool MemPool ein Abkommen abgeschlossen, dass der Service die Transaktionen nicht mehr öffentlich ans Netzwerk sendet, sondern direkt an MemPool.

Der Mining-Pool bekommt damit eine große Menge Transaktionen exklusiv und sichert sich damit prognostizierbare Einkünfte aus Transaktionsgebühren. Dafür gibt er Weather SV einen Rabatt auf die Gebühren: Anstatt bisher 1 Satoshi je Byte muss die App nur noch 0,2 Satoshi je Byte bezahlen. Dies “erlaubt es uns, unsere Kosten für Channels deutlich zu senken. Alle gegenwärtig aktiven Channels werden fünfmal so lange aktiv bleiben wie bisher.”

Das Abkommen ist ein großer Schritt hin zu einem Wettbewerb der Miner um die Transaktionen der User. nChains Steven Shadders nennt es zurecht “ein neues Paradigma”. In einem Post auf Yours erklärt er, welche enorm spannenden spieltheoretischen Implikationen dies hat und welche Fragen es aufwirft. Sein Fazit: “Der Startschuss zu einer neuen Ära wurde abgefeuert, in der wir entdecken, welche Eigenschaften Bitcoin wirklich hat. Dies war nur möglich durch das steigende Volumen der Aktivität, die Einkünfte für Miner generieren  und es erlauben, darüber nachzudenken. Das ist es, was ich gemeint habe, als ich sagte, der originale Bitcoin hatte niemals eine Chance, Bitcoin zu sein. Er muss zuerst skalieren, bevor wir wirklich erkennen können, welche Eigenschaften er hat.”

Mining-Pools ViaBTC und Signum minen BSV

Manchmal heißt es, Bitcoin SV werde nur durch nChain und CoinGeek betrieben. Ohne den Beitrag dieser beiden Firmen kleinzureden, kann man dies nun offiziell ein Märchen nennen.

In der vergangenen Woche hat sich die Diversität der BSV-Miner weiter erhöht. Zunächst hat der chinesische Pool ViaBTC – vor kurzem noch ein energischer Gegner von BSV – begonnen, auch BSV zu minen. Prompt stellt ViaBTC mehr als 30 Prozent der BSV-Hashrate. Dies bedeutet aber nicht, dass der Pool nun verstanden hat, weshalb Bitcoin nur eine einzige Blockchain sein kann – vielmehr treiben ihn simple ökonomische Anreize: Es gibt bei der hochskalierenden BSV-Blockchain einfach mehr zu verdienen.

Die Verteilung der BSV-Hashrate nach Mining-Pools. Quelle: Coin.Dance

Zugleich ist noch ein zweiter Pool dem Ökosystem von BSV beigetreten: der russische Sigmapool. Er schreibt auf seiner Webseite: “Am 28. Oktober hat Sigmapool begonnen, Bitcoin Satoshi Vision zu minen. Der wichtigste Grund dafür war das wachsende Interesse der Investoren an Bitcoin SV. Tatsächlich ist die Währung ein prominenter Stern am Horizont der Kryptowährungen.” Schon jetzt seien die Mining-Erträge ebenso hoch wie bei Bitcoin (BTC), während das Transaktionsvolumen stetig ansteigt. “Im letzten Monaten hat Bitcoin SV eine exzellente Dynamik gezeigt, der Preis ist um 68 Prozent gestiegen. Die Kryptowährung demonstriert einen steigenden Trend sowohl im Preis von Bitcoin, als auch durch ein ganzes Feld positiver Nachrichten.”

Massives Skalierungs-Upgrade: nChain-Entwickler veröffentlichen BitcoinSV-Node-Software 0.2.2

Der oberste und unumstößliche Anspruch von Bitcoin SV ist, dass die Blockchain massiv skaliert. Diesem Anspruch wird das neue Upgrade der BSV-Node-Software gerecht. Die Version 0.2.2 ist ein Zwischenschritt zum Genesis-Upgrade, das im Februar 2020 die Protokoll-Entwicklung von Bitcoin SV abschließen soll.

Version 0.2.2 wartet mit den deutlichsten Verbesserungen der Skalierbarkeit auf, die es jemals in einem Bitcoin-Update gab. Es enthält folgende drei Kernfeatures:

  • Die parallele Validierung von Transaktionen: Während Bitcoin bisher Transaktionen eine nach der anderen validiert, wird Bitcoin SV nun die Transaktionen parallel validieren. Dies ist ein mächtiger Schritt dazu, die zur Verfügung stehende Computerpower für Nodes auszuschöpfen.
  • Incremental Block Assembly: Dieses Feature erlaubt es den Minern, die Blöcke schon Stück für Stück zu verbreiten, während sie sie noch minen. Diese Methode beruht auf dem von Bitcoin.no entwickelten Konzept der Incremental Block Synchronization. Es hilft, die Verbreitung von Blöcken unter den Minern erheblich zu beschleunigen.
  • Internal Block Streaming: Diese Änderung reduziert die Anforderungen an Arbeitsspeicher, um große Blöcke zu prozessieren, indem sie diese von der Blocksize trennt.

Das Upgrade erhöht, schreibt BitcoinSV, “die Kapazität des Transaktionsdurchsatzes; diese Version ist in der Lage, mehr Transaktionen je Sekunde zu produzieren und Blöcke mit einer höheren Anzahl an Transaktionen zu produzieren.” Tests im Scaling-Testnet haben gezeigt, dass man mit 0.2.2 nun nachhaltig 400 Transaktionen je Sekunde schafft anstatt wie bisher 200.

Bitcoin SV (BSV) erreicht mehr Transaktionen als Bitcoin Core (BTC)

Die alles entscheidende Metrik für den Erfolg von Bitcoin SV ist die Anzahl der Transaktionen. Während der erste Konkurrent, Bitcoin Cash, in dieser Hinsicht bereits im Mai endgültig abgehängt wurde, holt Bitcoin SV nun zu Bitcoin Core auf.

Die Anzahl der Transaktionen: Stagniert bei Bitcoin Core (BTC, gelb) und bei Bitcoin ABC (BCH, grün), im Aufstieg nur bei Bitcoin SV (rot). Quelle: ebenfalls Coin.Dance.

In der vergangenen Woche nun hat BSV erstmals ohne einen Stresstest, sondern durch organisches Wachstum mehr Transaktionen als Bitcoin Core (BTC) produziert. Zwar ist es noch nicht so weit, dass diese Niveau jederzeit gehalten wird – aber die Richtung ist klar: Es wird nicht mehr lange dauern, und BSV ist die Bitcoin-Variante mit dem höchsten Transaktionsvolumen. Das nächste Ziel wird dann Ethereum sein.

BSV-Preis steigt deutlich an

Investoren in BSV hatten im Lauf der letzten zehn Tage viele Gründe, sich zu freuen. Denn der Preis ist von 90 Dollar am 20. Oktober auf kurzzeitig fast 150 Dollar gestiegen, um nun bei knapp 130 Dollar zu stehen. Das macht ein Plus von beinah 50 Prozent.

Der BSV-Preis steigt – sowohl in BTC (gelb) als auch in Dollar (grün). Quelle: Coinmarketcap.com

Nicht weniger deutlich fiel der Kursanstieg in BTC gemessen aus: War ein BSV am 20. Oktober noch gerade mal 0,011 BTC wert, stieg dieses Verhältnis auf zwischenzeitlich 0,016 BTC und steht nun bei etwa 0,014 BTC.

Es ist noch ein weiter Weg, um Parität zu BTC zu erreichen. Aber jeder Marathon beginnt mit den ersten Schritten.

Ecat.Media: Ein Protokoll für verschlüsselte Blockchain-Daten

So schön es ist, sich mit dem Preis zu beschäftigen – das, worauf es ankommt, ist etwas anderes: nämlich die Technologie, die auf und um Bitcoin SV gebildet wird. BSV befreit all die kreativen Energien, die in BTC gelähmt waren. Dies kann man fast jeden Tag beobachten.

Eines der wichtigsten Protokolle, um große Dateien wie Bilder oder Videos auf die BSV-Blockchain hochzuladen, war das Bcat-Protokoll. Dieses erlaubt es, die Daten in den maximal 100 Kilobyte großen Op_Return Transaktionsoutputs zu verbinden und damit beliebig große Datein auf die Blockchain zu bringen.

Ecat baut nun darauf auf, integriert aber noch eine Reihe von kryptographischen Methoden. So können die Daten auf eine Weise verschlüsselt werden, dass nur Parteien mit einer vordefinierten Erlaubnis sie entschlüsseln und zusammensetzen können. Das Ecat-Protokoll enthält auch eine Methode, um diese verschlüsselten Dateien zu teilen und Zugangsrollen zu definieren.

Wenn Sie sich jetzt fragen, wie groß das ist – es ist sehr groß. Denn auf einer Blockchain sind alle Daten für alle Zeiten unverändert und vollkommen öffentlich. Um die BSV-Blockchain als ein neues Internet zu nutzen, wie es das Metanet vorsieht, ist es absolut unabdinglich, dass an jeder Stelle verschlüsselt wird, wo nicht beabsichtigt ist, dass die Daten öffentlich sind.

Unwriter veröffentlicht Authentifizierungs-Protokoll SU

Der niemals müde werdende Unwriter hat diese Woche das SU-Protokoll für Authentifizierung für Bitcoin Apps veröffentlicht.

SU kann laut der Dokumentation über die Command Line bedient werden. Es ist minimalistisch, der Befehl besteht lediglich aus dem öffentlichen Schlüssel, mit dem signiert wird, der Stelle in der Transaktion, an die die Signatur soll, sowie die Signatur selbst.

Als Grund für SU erklärt Unwriter: “Die meisten Bitcoin Wallets generieren eine neue Adresse für eine neue Transaktion. Daher ist es unmöglich, einen User zu identifizieren, indem man die Sende-Adresse einer Transaktion anschaut. Wir brauchen also Wege, die User-Identität und ihren Beweis (durch Signaturen) von den Transaktionen zu trennen”. Dies macht SU.

UptimeSV geht in Beta-Phase

UptimeSV hat den Hackathon anlässlich der vorletzten CoinGeek-Konferenz in Toronto gewonnen. Das junge Projekt hat vor, Bitcoin SV zu benutzen, um einen Service aufzubauen, der Unternehmen hilft, sich vor DoS-Angriffen zu schützen.

Das Konzept ist, dass jeder User einen UptimeSV-Knoten bilden kann, der nicht mehr macht, als die Webseiten der Kunden von Uptime SV anzupingen. Auf diese Weise kann Uptime SV zu jeder Zeit feststellen, wie es um die Konnektivität der Webseiten von vielen verschiedenen Orten auf der Welt bestellt ist. Denn oft ist es schwierig, zu erkennen, wie gut erreichbar eine Seite von verschiedenen Orten aus ist.

Für User von BSV ist Uptime vor allem deswegen interessant, weil es ermöglicht, mit dem Herunterladen einer App für den PC oder das Smartphone kleine Beträge BSV zu verdienen. Nun geht Uptime SV in die seit langem erwartete Beta-Phase: Die App wird mit den ersten Firmen und Usern getestet, bevor sie offiziell live geht.

Bitcoin-Veteran Brock Pierce: Bitcoin SV wird bleiben – auch wenn es vielen Leuten nicht gefällt.

Zuletzt stellen wir noch den BSV-Fan der Woche vor. Dies ist niemand geringeres als Brock Pierce, einer der frühesten Großinvestoren in Bitcoin, Kryptowährungen und Blockchain, der seit mehreren Jahren Präsident der Bitcoin Foundation ist.

In einem Videointerview gemeinsam mit Roger Ver anlässlich des Londoner CC Forums mahnt der aus vielen Gründe umstrittene Pierce, sich an die Realität anzupassen: Es gefalle zwar vielen Leuten nicht, aber Bitcoin SV sei hier, um noch für eine lange Zeit dazu bleiben, und wer das nicht akzeptiere, werde verlieren.

Quelle: Youtube

2x Metanet Meetups im November in Berlin

B2029 veranstaltet  zwei Metanet Events in Berlin:

Am 14. November lädt B2029 zum ersten Metanet Techtalk nach Kreuzberg ein. Die kostenlose Veranstaltung findet ab 19h im B2029 Space in der Prinzessinenstraße 16  statt. Anmeldungen bitte über Meetup.com. Als Gastredner wird Rafa von Handcash über das Key Management von Handcash sprechen. Weil die Wallet dabei neue und nicht unkontroverse Wege geht, erwarten wir spannende Erkenntnisse und heiße Diskussionen.

Eine Woche darauf, am 21. November ab 20h findet am gleichen Ort das Meta.Salon-Meetup statt. Eingeladen sind Künstler und Content-Produzenten, die erkunden wollen, welche neuen Möglichkeiten durch Onchain-Publishing im Metanet entstehen. Details und Anmeldung auf Meetup.com

 

 


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